Freiheit versus Sicherheit

Heute geht es mir um Sicherheit versus Freiheit. Wie viel Sicherheit brauchst du? Und wieviel Freiheit gönnst du dir? In der Malerei können wir das einfach mal ausprobieren.

Wie geht es dir, wenn du völlige Freiheit hast, wenn du vielleicht gar nicht weißt, was du malen willst? Oder du weißt, wenn was du malen willst und plötzlich kommen dir neue Ideen, neue Gedanken. Schmeißt du das Bild um, darf es sich weiterentwickeln, darf es mitreden?

Also meine Bilder reden mit. Da fange ich an zu malen und male weiter und irgendwann denke ich: “Hey, wieso lächelt sie so? Wo steht sie? Was ist das für eine Atmosphäre, in der sie sich bewegt?

Hast du dieses Bild in seiner Entstehung verfolgt?

Es hat sich im Laufe der Zeit dramatisch verändert.  Plötzlich denke ich mir: Wie kann das sein, dass sie lächelt? Es ist stürmisch. Sie braucht eine Kapuze. Und dann wird es plötzlich ganz duster am Himmel. Es zieht ein Unwetter auf. Und irgendwie hat das fast ein eine unheimliche Atmosphäre. Vorher war es fröhlich. Das ist okay.

Diese Entwicklungen, diese Veränderungen liebe ich an der Malerei. Ich gehe in den Dialog mit meinem Bild. Das Bild redet immer mit.

Darf dein Bild auch mitreden? Was macht es mit dir, wenn das Bild in eine andere Richtung geht, als du vielleicht ursprünglich geplant hast? Brauchst du die Sicherheit alles durch zu planen? Manche malen Kästchen für Kästchen, Stelle für Stelle perfekt.

Oder lässt du dich auch ab und zu treiben und von dir selbst überraschen und von deinem Bild überraschen? Was ist dein Zugang?

Falls du übrigens mehr in dieses Freie kommen willst und das für dich entdecken willst, dann komm in meinen nächsten Workshop. Meine Teilnehmer werden immer freier.

Weitere Videoimpulse über Kunst, Kreativität und das normale Leben findest du auf meinem YouTube-Kanal.

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